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AnGsTsChMeRz

Ich habe angst und befürchte das schlimmste, obwohl es genug Dinge gibt, die dagegen sprechen.

Aber auch Dinge, die dafür sprechen...also was ist es?

Ich weiss aufjedenfall, dass ich es nicht haben will, wenn dieser Fall eintritt.

Wo sind die, die es ändern können?

 

Und um gar nicht zu lang bei einem Thema zu bleiben:

Wo sind sie, die Schmerzen?

 

Es geht mir den Umständen entsprechend gut...und damit meine ich wirklich gut und nicht nur so etwas salop dahergesagtes.

Ich warte zum einen immer noch auf den Knall in dem sich der ganze Frust entlädt, wie sonst auch, und dann ein wahres Blutbad anrichtet. 

Ich sehne das nicht herbei oder will es fordern und fördern, aber bisher war es eben so.

Zum anderen warte ich darauf, dass SIE mir nicht mehr so egal ist. Es kümmert mich irgendwie nicht mehr, irgendwie habe ich damit abgeschlossen. Ich träume weniger von ihr, es ist mir fast egal, dass ich sie seit zwei Wochen nicht mehr gesehen habe, obwohl die davor liegenden Wochen in mir eine brennende Sehnsucht  entfacht haben, die erst bei ihrem Anblick gelöscht werden konnte.

Aber danach...war sie weg und bald wird sie weg sein...ich finde mich damit ab, kann es leider nicht ändern.

Aber das kümmert mich grade irgendwie wenig...und das finde ich schlimm, traurig und für meine Gefühlswelt sehr erbärmlich, lässt es doch den Schluss zu, dass es doch irgendwie nur eingebildet war, solange eine geringe chance bestand. Nun existiert diese nicht mehr und man lässt es fallen.

Wenn dem so sein sollte, dann kann ich meinen Gefühlen nie wieder trauen.

Noch nie habe ich so stark für jemanden empfunden wie für sie und das soll dann alles eingebildet gewesen sein?

 

Wenn ja......dann ist das ein Armutszeugnis und ich bin wohl unfähig zu lieben.

 

______________________

Und damit ich aus dem schon vor Wochen ausgelesenem Buch endlich das Lesezeichen entnehmen kann, was mich dran erinnerte doch noch einen text zu googeln, wird er nun hier zu eurer Erheiterung gepostet.

Und dazu -völlig unpassend- mein Lieblingslied von "den Türen".

Mit dem Lied soll keine Botschaft vermittelt werden...ich mag es einfach nur und der Text ist mir egal.

 

Ein Aas - Charles Baudelaire

 

O meine Seele, sei des holden Morgens Zeuge,

Wir wandelten am Sommergras,

Da lag auf einem Bett aus Kies in Pfades Beuge

Vor unsrem Blick ein schmählich Aas.

 

Die Beine hoch gleich einem zügellosen Weibe

Erwies es ohne Scham den Bauch.

Es schwitzte lauter Gift; aus dem geborstnen Leibe

Entwich der Gase heißer Hauch.

 

Die Sonne traf das Luder mit dem Glanz der Strahlen

Und kochte es noch vollends gar,

Um hundertfältig der Natur zurückzuzahlen,

Was erst in eins gebunden war.

 

Der Himmel sah den faulen Prunk an dem Gerippe

Wie Blumen aufgehn; der Gestank

War so entsetzlich, daß dein Leben von der Lippe

Verschwand und fast in Ohnmacht sank.

 

Schmeißfliegen summten um den Schoß, der eiternd klaffte,

In schwarzen Bataillonen drang

Das Larvenvolk hervor; es floß gleich dickem Safte

Den Fetzen des Geschöpfs entlang.

 

Wie eine Woge stieg dies alles, stürzte nieder

Und flimmerte und warf sich auf:

Gebläht von ungewissem Atem hob sichs wieder,

Vielfach lebendig und zuhauf.

 

Musik, befremdend, stieg aus diesem Bild auf Erden:

Der Bach, der fließt, der Wind, der weht,

Auch Korn rauscht so, von Schwingers rhythmischen Gebärden

Im Korb gerüttelt und gedreht.

 

Die Formen flohen, wie sie sonst im Traume schwanken

Und im Entwurf, der halb erwacht

Auf längst verjährter Leinwand, bis in den Gedanken

Des Künstlers Geist ihn fertigmacht.

 

Versteckt vom Felsen lauerte die Hündin, Lappen,

Die sie an dem Skelett verlor,

Im rechten Augenblick wieder zu erschnappen,

Unruhig, bösen Blicks hervor.

 

- Allein auch du wirst ähnlich solchem Greuel enden

Und so mit Pest vermischtem Kot,

Stern meiner Augen, Sonne über meinen Lenden,

Mein Engel du und meine Not!

 

Der Anmut Königin, nach äußersten Gebeten

Wirst du - selbst du nicht anders sein,

Bedeckt vom Rasen, unter fetten Blütenbeeten

Verschimmeln zwischen dem Gebein.

 

Dann, Schönste, sag von mir den Würmern, die dich nagen

Mit ihrem nimmersatten Kuß:

Gestalt und göttlich Wesen will ich weitertragen,

Wenn mein Idol zerfallen muß! 

2.7.11 01:59
 


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